Kloster Eberbach –
eine Institution für Wein und Kunst

Foto: Sven Moschitz
Vorderansicht des Klosters

In der Region Rheingau, nördlich von Hattenheim – zwischen dem Rhein und dem Rheingauer-Gebirge – befindet die ehemalige Zisterzienserabtei Kloster Eberbach. Nebenbei bemerkt gilt diese Anlage als eines der eindrucksvollsten Denkmäler mittelalterlicher Klosterbaukunst Europas. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde mit der barocken Neugestaltung des Klosters begonnen, doch durch die Säkularisation wurde diese Anlage 1803 aufgelöst und gehörte bis 1998 dem Land Hessen. Bevor es dann zur Gründung der Stiftung „Kloster Eberbach“ kam, waren dort verschiedene Institutionen ansässig.

Foto: Alexander Götz
Eine historische Weinpresse

Doch zurück zu den Anfängen, als sich dort anfangs des 12. Jahrhunderts die ersten Mönche ansiedelten. Darunter war auch Bernhard von Clairvaux, um dort streng nach den Regeln des heiligen Benedikt („Bete und arbeite“) zu leben. Während anfangs überwiegend Landwirtschaft betrieben wurde, rückte später der Weinbau stärker in den Vordergrund. Die Mönche und deren Helfer versuchten dann, diesen zunehmend zu verbessern. Auf diese Weise gelang es dem Kloster über 700 Jahre hinweg, in der damaligen Welt einen florierenden Weinhandel zu betreiben. Aus dieser Zeit gibt es noch zwölf historische Weinpressen, die jedoch nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen sind (s. ergänzende Hinweise).

Foto: Michael Leukel
Das Laienrefektorium

Davon abgesehen kann von der übriger Klosteranlange einiges besichtigt werden – siehe den Lageplan des Klosters. Neben dem Abteimuseum – dorthin gelangt man mit Aufzügen – können der Kreuzgang und die Basilika barrierefrei besichtigt werden. Kurz deren Besonderheiten: Das Beachtliche des Kreuzganges ist das Kreuzrippengewölbe – dieser ist übrigens aus einer Umgestaltung des romanischen Kreuzgangs im 13. und 14. Jahrhunderts hervorgegangen. Erwähnenswert ist auch das Laienrefektorium, das um 1200 als zweischiffige Halle mit Kreuzgewölbe von den Laienbrüdern errichtet wurde. Nun wird dies hauptsächlich für Veranstaltungen genutzt. Für die Klosterkirche, die in den Jahren 1136/86 als dreischiffige romanische Pfleiler-Basilika erbaut wurde, ist die Deckenhöhe von über 25 Metern beachtlich. Hinzu kommt die äußerste Schlichtheit, wie dies bei allen zisterziensischen Kirchen typisch ist. Darin finden nun überwiegend Veranstaltungen und Konzerte statt.

Foto: Sven Moschitz
Orangerie-Wiese des Klosters

Ansonsten könnten in diesem Gelände noch das Abtsgarten-Haus sowie die Orangerie (Nummer 9 und 13 im erwähnten Lageplan) von Interesse sein. Zunächst zur Orangerie, die 1755 errichtet wurde und als Aufbewahrungsort für große Pflanzen diente. Da dieser helle und lichtdurchflutete Raum einen besonderen Charme verbreitet, wird diese in jüngster Zeit als Veranstaltungsort genutzt. Das erwähnte barocke Gartenhaus befindet sich allerdings in dem mehrstufigen Gartenbereich – deshalb ist es nicht barrierefrei zugänglich. Dieser Bereich ist beispielhaft für jene sichtbare Entwicklungen bzw. Veränderungen, die allein dem Abt vorbehalten waren. Nun dient dieses Gartenhaus mit der gepflasterten Terrasse als Ort für kleinere Empfänge und dergleichen.

Linkerhand vom Kloster gibt es die „Klosterschänke“ (Nummer 10 im Lageplan – s. ergänzende Hinweise), die barrierefrei zugänglich ist. Da der Weg dorthin etwas hügelig und steil ist, kann man bis zum Eingang fahren – das Auto muss jedoch anschließend zum Parkplatz gebracht werden. Zu erwähnen ist noch das Hotel (Nummer 5 im Lageplan), in dem es auch zwei barrierefreie Zimmer gibt.

Navi-Adresse Deutschland, Eltville/Rheingau, Kloster Eberbach
Behinderten-Euro-Parkausweis Großer Parkplatz im Innenhof
Barrierefreies-WC Bei der Klosterkasse – bei dem Behinderten-Parkplatz
Öffnungszeiten u. Führungen Siehe diesen Link
Gastronomie ohne barrierefreies WC Klosterschänke – Di/Mi von 12:00 bis 21:30 (Küche bis 20:30), Do/Sa von 12:00 bis 22:30 (Küche bis 21:00), So von 12:00 bis 21:30 (Küche bis 20:30 Uhr), Mo Ruhetag (außer an Feiertagen)