Barocke Bau- und
Gartenkunst in Oberschleißheim

Das Neue Schloss mit Parterre

Das Alte Schloss

Vorbemerkung: Wie die Schlösser und der Park vom S-Bahnhaltepunkt „Oberschleißheim“ aus zu erreichen sind s. Kasten unten. Zur besseren Orientierung lässt sich ein Geländeplan anklicken, der etwas vergrößert werden kann.

Von der Effnerstraße in Oberschleißheim kommend, fällt zunächst linkerhand der „Maximilianshof“ mit seinen zweigeschossigen Wohntrakten ins Blickfeld. Indem man dann durch einen Durchgang rollt/geht, gelangt man zu dem Alten Schloss Schleißheim – einem schlichtem Herrenhaus, das unter Herzog Wilhelm V. um 1598 errichtet und auch als Wilhelmsbau bezeichnet wurde. Dieses bildete den Mittelpunkt des umfangreichen Schwaighofes – auch „Wilhelmshof“ genannt –, dessen Wirtschaftsgebäude auf die Zeit um 1600 zurückgehen. Dem gegenüber befindet sich das Neue Schloss, das im Auftrag von Kurfürst Max Emanuel in den Jahren 1701-04 nach Entwürfen des Schweizer Architekten und Baumeisters Henrico Zuccalli begonnen und ab 1719 unter den Baumeister und Gartenarchitekten Joseph Effner vollendet wurde.

Übrigens ist in den ehemaligen Festsälen des Alten Schlosses nun ein Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums untergebracht, das eine Sammlung früher Meißener Porzellane enthält.

Blumen-Rabatten im Park

Dem Neuen Schloss schließt sich eine Parkanlage an, die zu den bedeutendsten europäischen Barockgärten gehört. Hiervon wird gesagt, dass dieses Ensemble – bestehend aus dem Neuem und Altem Schloss sowie dem Schlösschen Lustheim und der weitläufigen barocken Gartenanlage mit Wasserspielen – die Prunkzeit von höfischer Architektur und Gartenkunst des 17. und 18. Jahrhunderts widerspiegelt.

Die beiden Eingänge zu dem dazugehörigen Park befinden sich jeweils an den Seiten des Neuen Schlosses. Zunächst ist darin ein weiteres, jedoch größeres, Parterre mit zwei Steinfiguren zu sehen, an das sich eine Kaskade anschließt. Diese wird von einem Kanal gespeist, zu deren linken und rechten gibt es jeweils einen Weg, der von Linden gesäumt ist. Diese Wege, an denen es viele Ruhebänke gibt, führen zu dem kleinen Schloss Lustheim, das um 1684 – anlässlich der Vermählung des Kurfürsten Max Emanuel mit der österreichischen Kaisertochter Maria Antonia – durch Zuccalli errichtet wurde. Im Wesentlichen diente dieses als Lust- und Jagdschloss.

An der Nordeite dieses Schlösschens gibt es eine Treppensteighilfe, die jedoch für Elektrorollis nicht verwendbar ist. Da dieses Hilfsmittel vom dortigen Personal bedient wird, bitte bei „Museum“ läuten.

Auf demselben Weg gelangt man wieder zurück zum S-Bahnhof.

Öffentliche Verkehrsmittel S 1 nach Oberschleißheim (Lift; Bahnsteig 3 hat auch eine Rampe). Von dort gibt es die Buslinien 292 und 295 (Mo-Fr), die zur Haltestelle „Schloss“ fahren.
Barrierefrei zu erreichen Rollend/gehend folgt man vom S-Bahnhaltepunkt „Oberschleißheim“ aus zunächst der Rotdornstraße, die dann in die Mittenheimer Straße mündet. Nach Überquerung der B 471 und dem Schlosskanal rollt/geht man noch etwas die Effnerstraße entlang, um dann links durch eine Durchfahrt die Schlösser und den Park zu erreichen – etwa 1,5 km.
Barrierefrei • Altes Schloss: Alle Ebenen sind mit dem Lift erreichbar.
• Neues Schloss: Die Räume sind teilweise mittels Lift erreichbar (an der Eingangstüre bitte klingeln)
Geöffnet April bis Sept. Di – So 9.00 -18.00 Uhr; Okt. bis März: Di – So 10.00 -16.00 Uhr
Geschlossen 1. Jan, Faschingsdienstag, 24./25. und 31. Dez. und montags
Eintritt Einzelnes Schloss: 4,50 Euro – ermäßigt 3,50 €.
Gesamt (Altes Schloss / Neues Schloss / Schloss Lustheim): 8 € – ermäßigt 6 €.
Behinderten-WC • Derzeit in der „Eventalmhütte“ (stärker ansteigende Rampe)
• Im Neuen Schloss
Restaurants mit Rolli-WC Derzeit in der „Eventalmhütte“ mit Biergarten
Café ohne Rolli-WC „Café zum Schloss“ (Dachauer Straße 15 bei der Bushaltestelle). Öffnungszeiten: Di-Fr von 9 bis 18 Uhr und feiertags von 9 Uhr 30 bis 18 Uhr